Hallo Welt! (Zeitung Germania Plus, Nr.127)

Wenn ein Kind geboren wird, beginnt es vom ersten Moment an, die Welt zu entdecken. Die Augen sind eines der wichtigsten Organe, um in seinem gesamten Leben an Informationen zu gelangen. Eine gute Sehstärke ist deswegen von größter Bedeutung für das Kind.

Wussten Sie, dass sich das Stereosehen (das binokulare Sehen) nur bis zum 6. Lebensjahr entwickelt? Es ist kein seltener Fall, dass ein Kind sehr gut mit einem Auge sehen kann ohne zu wissen, dass die Welt um es herum viel räumlicher ist. Genauso gibt es Fälle, bei denen durch einen kleinen Schielwinkel eines Auges, das „richtige“, räumliche Sehen fehlt. Deshalb empfehlen Augenärzte eine erste Untersuchung in einem Alter von 8 Monaten, die Nächste im Alter von 2-5 Jahren und eine Weitere mit 6-12 Jahren.

In der Kindheit ist es meist noch unproblematisch Augenerkrankungen ohne einen chirurgischen Eingriff zu behandeln. Allerdings bedarf es hier einer modernen Diagnostik und einer frühzeitig beginnenden Heilbehandlung. Das Augenzentrum Altstadt München bietet zu diesem Zweck jeden Freitag eine Sehschule an. Eltern, die bemerken, dass ihr Kind oft und unnötig die Augen zusammenkneift oder das Buch zu nah an die Augen heranführt, sollten mit ihrem Kind umgehend einen Ophthalmologen aufsuchen. Besonders betrifft das Kinder, die vor Beendigung des neunten Schwangerschaftsmonats geboren wurden oder in deren Familie ältere Familienmitglieder an stark ausgeprägter Kurz-, Weitsichtigkeit oder Schielen leiden. Diese Kinder werden automatisch zur „Gruppe mit erhöhtem Risiko“ gezählt. Ein Schielen zu entdecken ist beispielsweise nicht immer leicht. Wenn es natürlich stark ausgeprägt ist, dann schlagen Eltern Alarm, im Anfangsstadium jedoch kann nur ein Arzt bei einer prophylaktischen Untersuchung ein Schielen entdecken.

Die erste Untersuchung erfolgt mit Hilfe eines speziellen Gerätes namens Vision Screener. Dies geschieht in einer spielerischen Form und ohne direkten Kontakt zu den Augen des Kindes. Dank einer Videoskopie via Infrarot ist eine sofortige Erkennung minimalster Anzeichen von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung möglich. Auch Tendenzen zum Schielen können mittels einer speziellen, videographischen Untersuchung erkannt werden. Sollte der Arzt den Verdacht haben, dass es Abweichungen von der Norm gibt, werden die Augen des Kindes durch spezielle Augentropfen geweitet, um eine detailliertere Untersuchung durchführen zu können. Alle Methoden, die im Augenzentrum Altstadt München zur Heilung von Kindern verwendet werden, sind gefahr- und schmerzlos.

Von dem Zeitpunkt, an dem eine Krankheit entdeckt wird, kann vieles abhängen. Sehschwächen, die nicht korrigiert werden, führen zu schlechteren Ergebnissen in der Schule und zu einer Einschränkung bei der Berufswahl (was im Endeffekt auf das ganze Leben eines Menschen großen Einfluss hat) und nicht zu vergessen wären die traurigen Fälle eines Sehverlusts.

Um das Schielen zu heilen, erweisen sich oft therapeutische Methoden als ausreichend. Doch in einigen Fällen kann nur eine umfangreiche Heilbehandlung, die eine Operation einschließt, helfen. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass Operationen zur Heilung verschiedener Krankheiten nur dann durchgeführt werden, wenn ansonsten eine normale Entwicklung des Sehsinns unmöglich wäre oder ein Erblinden folgen könnte.

Man muss nicht warten, bis die „verborgenen“ Probleme offensichtlich werden! Bringen Sie Ihr Kind zum Arzt und Sie können sicher sein, dass sein Sehsinn ihm in seiner Entwicklung und Ausbildung helfen und nicht schaden wird. Helfen Sie dem kleinen Menschen, die Welt und sich in ihr zu entdecken!

Dr. Aleksei Daschevsky

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Rote Karte für den Grünen Star (Zeitung Germania Plus, Nr.117)

Ein Patient kommt zum Ophthalmologen. Die Sehstärke liegt bei 100%. Nichts schmerzt. Doch der Arzt schlägt unvermittelt eine Operation vor mit der Erklärung „Sie haben ein Glaukom (als Grüner Star bekannt). Und wenn sie nicht erblinden wollen, dann müssen wir schnell handeln.“ Mit Fragen zum Grünen Star wendeten wir uns an Aleksei Daschevsky.

Journalistin: Was ist das für eine Krankheit?

Augenchirurg: Das ist eine ganze Gruppe von Krankheiten, in der Regel verbunden mit einem erhöhten Augendruck und einer gestörten Aktivität der Nervenzellen und der Nervenfasern, welche für die Übertragung der Signale zum Gehirn zuständig sind. Der Statistik nach leiden 3% der Bevölkerung an einem Glaukom. Nur die Hälfte davon weiß um ihr Schicksal Bescheid und weniger als die Hälfte der „Wissenden“ erhält eine angebrachte Heilung.

Journalistin: Wie gefährlich ist ein Glaukom?

Augenchirurg: Es ist eine sehr tückische Krankheit. Wenn der Patient beginnt, sich zu beklagen, ist die Krankheit schon weit fortgeschritten. Ein frühes Stadium der Krankheit kann nur durch spezielle Untersuchungen festgestellt werden. Wenn man bei Krankheiten anderer Art die gestörten Funktionen wieder herstellen kann, so ist das im Falle eines Glaukoms leider nicht möglich. Man kann den Prozess nur stoppen und einer Ausbreitung entgegenwirken.

 

Journalistin: Die Krankheit kann also zufällig während einer prophylaktischen Untersuchung entdeckt werden?

Augenchirurg: Ja genau das ist auch meistens der Fall. Es gibt Menschengruppen mit erhöhtem Risiko. Diesen muss man besondere Beachtung schenken. Eine große Rolle spielt auch das Alter: Nach dem 40. Lebensjahr erhöht sich das Risiko eines Grünen Stars enorm. Oder die familiäre Vorbelastung: Wenn jemand in Ihrem engen Familienkreis an einer Augenkrankheit leidet, so ist für Sie ein jährlicher Besuch beim Ophthomologen unabdingbar. Wenn Sie einen sehr niedrigen und schwankenden Blutdruck haben, gehören Sie auch zur Risikogruppe. Ausgeprägte Kurz- und Weitsichtigkeit begünstigt ebenso eine Entwicklung der Krankheit. Statistisch gesehen, erkranken Frauen öfter an einem Glaukom als Männer.

Journalistin: Was versteht man unter einer prophylaktischen Untersuchung ?

Augenchirurg: Da das Auge ein „Paarorgan“ ist, bemerkt der Patient nicht, wenn seine Nervenzellen beschädigt sind: Das Gehirn kompensiert das nämlich mit der normalen Arbeit des anderen Auges. Nur mit speziellen Untersuchungsmethoden wie der Messung des inneren Augendruckes und der Sehfelder, der Untersuchung des Zustands der Nervenzellen, der Bemessung der Augenwanddicke usw. kann der Arzt eine Abweichung von der Norm feststellen. Deshalb ist die einzige Methode, um das Glaukom zu bekämpfen, ein regelmäßiger Besuch beim Ophtholmologen.

Journalistin: Die Diagnose steht fest und sie ist positiv. Wie soll man vorgehen?

Augenchirurg: Die konservative Heilungsmethode sind Augentropfen. Es gibt auch Laser- und chirurgische Methoden. Ihr Sinn liegt in einer Minimierung des Augeninnendrucks. Der Arzt kann übrigens gleich eine Operation empfehlen, wenn er denkt, dass andere Methoden nicht mehr helfen können. Moderne Methoden der Glaukomchirurgie sind im Vergleich zu denen vor zehn Jahren sehr schonend; der Risikofaktor sehr gering. Die Entscheidung für eine Operation liegt aber beim Patienten, der Arzt kann nur vor möglichen Entwicklungen warnen: Er sieht die Fehler in der Sehentwicklung, den anormalen Innenaugendruck und die veränderten Sehnervenstrukturen. Und sollte sich die Krankheit in einem früheren Stadium befinden, so lässt sich eine Ausbreitung viel leichter verhindern und eine Erblindung kann ausgeschlossen werden.

Das Gespräch führte Frau Inna Sawwateewa.

16. BayOG 2009

Quadruple-Chirurgie Technik für die Behandlung der angeborenen Aniridie mit Katarakt und Hornhauttrübung
Dr.Med. A.Dashevsky1, K.Kotliar2
1Augenarztpraxis, Augenzentrum Altstadt München

2Augenklinik, Klinikum rechts der Isar München

Hintergrund: Eine angeborene Aniridia wird oft durch Kataraktbildung sowie einer im zunehmenden Alter auftretenden Hornhauttrübung begleitet. In diesem Fall bietet sich ein simultaner rekonstruktiver chirurgischer Eingriff im vorderen Augensegment an, der die visuelle Funktion und somit die Lebensqualität des leidenden Patienten erheblich verbessern kann.

Methoden: Bei einem 61-jährigen Patienten (Visus: HBW/HBW, IOD: 12/14 mmHg (OD/OS)) wurde eine angeborene Aniridie mit Photophobie, Amblyopie, partieller Augenlidlähmung, Hornhauttrübung mit einer Neurovaskularisation und Cataracta brunescens an beiden Augen diagnostiziert. Das linke Auge des Patienten wurde einer simultanen rekonstruktiven Quadruple-Chirurgie unterzogen. Die Operation bestand konsekutiv aus einer perforierenden Keratoplastik (Durchmesser von 9 mm), einer extrakapsularen Katarakt-Entfernung, einer intrakapsularen Implantation zweier Aniridie-Ringe (50E, Fa. Morcher), die ein künstliches Iris-Diaphragma gebildet haben, sowie einer intrakapsularen IOL-Implantation (AR40E, Fa. AMO).

Ergebnisse: Frühe und späte postoperative Perioden wiesen keine Komplikationen auf. Fünf Monaten nach der Operation betrug der Fernvisus 0,05 und der Nahvisus 0,1 ohne Korrektur (Snellen – Tafel). Die Photophobie ließ nach. Zusätzlich reduzierte sich die Ptosis im Vergleich zum dem rechten, noch nicht operierten Auge.

Der Patient ist mit den Ergebnissen der Operation sehr zufrieden. Eine ähnliche Operation am zweiten Auge ist 12 Monaten nach dem ersten Eingriff geplant. Die durchgeführte Chirurgie erlaubt, eine zusätzliche sulkus- und sklerale Fixation der IOL und des Iris-Diaphragmas zu vermeiden. Dadurch können sowohl das Risiko intraoperativer Komplikationen als auch chirurgische Traumata an sich reduziert werden.

Schlussfolgerung: Der dargestellte Fall bestätigt die Möglichkeit einer erfolgreichen Rehabilitation bei Patienten mit angeborener Aniridie mit Linsen- und Hornhauttrübung. Unter der Voraussetzung, dass die Zonulafasern intakt sind, kann eine Quadruple-Chirurgie bei solchen Patienten empfohlen werden.

Trabekelspatel nach Dr.Med. Dashevsky

Trabekelspatel nach Dr.Med. Dashevsky

Technologien des dritten Jahrtausends (Germania Plus, Nr.116)

Der Ophthalmologe A.Daschevsky benutzt bei der Augenkorrektur die progressivsten Methoden der modernen Medizin.
Es sind erst einige Wochen seit der Eröffnung des neuen Augenzentrums Altstadt München vergangen. Und schon zieht es Patienten mit ihren Fragen an. Viele, besonders Jugendliche, wollen wissen, ob es Augenkorrekturen in einer schonenden Art und Weise gibt. Die Mitglieder der Redaktion, allesamt Brillenträger, hat das auch interessiert.

Zeitung: Hr. Daschevsky, wir hörten von einer neuen Operationsmethode zur Augenkorrektur…

Augenchirurg: Wahrscheinlich handelt es sich dabei um den Femtosekundenlaser. Das ist zurzeit und höchstwahrscheinlich auch in naher Zukunft erstmal die modernste und progressivste Methode, die wir kennen. Der Sinn besteht in Folgendem: Bis Ende des letzten Jahrhunderts war die LASIK-Methode führend. Sie besteht aus zwei Teilen: zunächst schneidet man mit einem Metallhobel die Hornhaut an und verändert anschließend mit einem Excimer-Laser ihre Form. In der FemtoLasik-Methode wird anstelle des mechanischen Mikromessers ein Femtosekundenlaser zur Abtrennung der Hornhautlamelle eingesetzt. Die Energie dieser Strahlung wird, im Gegensatz zu anderen Lasertypen, freigesetzt und wirkt nicht auf der Hornhautoberfläche, sondern auf der vorherbestimmten, nötigen Tiefe. Dabei erreicht man dank einer präzisen, mikromillimetergenauen Fokussierung des Strahls die benötigte Tiefe und Form des Schnittes: Das Augengewebe wird so viel schonender und ordentlicher aufgeschnitten als mit einem Mikromesser.
Der Femtosekundenlaser funktioniert wie ein Scanner: er schreitet von einem Ende der Hornhaut zum anderen fort. Die Laserimpulse erzeugen eine dünne Schicht kleiner Gasblasen in einer bestimmten Tiefe der Hornhaut, so kommt es an dieser Stelle zu einer mikroskopischen Explosion. Diese vielfachen Explosionen erzeugen eine Schnittdichte mit einer Genauigkeit, Klarheit und Qualität wie es keine Analoge dazu gibt. Da die Energiedichte sehr hoch ist, kommt es zu keinen Nebenwirkungen des Lasers in angrenzendem Hornhautgewebe.

1 Femtosekunde = 10-15 Sekunden
Femto (griechisch femton/femten) = fünfzehn
Licht umkreist die Erde in einer Sekunde 7,5 Mal
In einer Femtosekunde erreicht es 1/300 der Tiefe eines Menschenhaares.

Nun, hier gibt es noch viele komplizierte technische Details, aber kurz gesagt: FemtoLasik ist eine reine Laseroperation – ultrakurz in der Zeit, ideal bei der „Zieltreffung“ und absolut genau. Bei ihrer Anwendung liegt die Risikowahrscheinlichkeit bei einem hundertstel Prozentteil, was wesentlich geringer als bei der LASIK-Methode ist. Und in der Regel bleibt es bei einer Operation.
Zeitung: Menschen fürchten sich vor Schmerzen. Das ist meistens die Haupthürde einer Operation. Sogar wenn sie danach nie wieder eine Brille zu tragen brauchen.
Augenchirurg: Natürlich ist jede Operation – eine Operation. Und jeder Eingriff ist in der Regel mit Schmerzen verbunden. Aber nach der Operation mit dem Femtosekundenlaser schmerzen die Augen nicht, man hat nur ein etwas unangenehmes „Sand in den Augen“-Gefühl für etwas zwei bis drei Stunden nach der Operation und am nächsten Tag kann sich der Patient selbst ans Steuer setzen und zur Nachuntersuchung fahren. Die Betäubung erfolgt lokal durch spezielle Augentropfen. Der Patient spürt im Grunde nichts.
So, ich denke, dass für Ihre potenziellen Kunden viele Fragen geklärt sind. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Augenkorrektur!

Das Gespräch führte Frau Inna Sawwateewa.

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