Künstliche Linsen mit UV-Schutz

Die menschliche Augenlinse ist ein natürlicher Schutz für die UV-A und UV-B Strahlung.
Das einfallende Licht kann je nach der Energiedosis zur Linsentrübung – auch Cataract oder grauer Star genannt – und somit zur Sehverschlechterung, führen. Der grauer Star dient im höheren Alter auch als natürlicher UV-Schutz, dieser verhindert, dass die UV-Strahlung die Netzhaut erreicht. Bei der grauen Star-Operation mit der Entfernung der Linse geht der Strahlungsschutz verloren. Heutzutage werden bei der grauen Star- und Altersichtigkeit Operation künstliche Linsen mit dem UV – Filter implantiert.

Neuigkeiten aus dem ophthalmologischen Kongress in London 09/2014

Auf dem im September 2014 in London stattgefundenen ophthalmologischen Kongress der Augenchirurgen, wurden die Ergebnisse bzgl. der Implantation der Tecnis Symfony Linse für die Behandlung des Grauen Stars sowie der Alterssichtigkeit aus 14 europäischen Zentren, vorgestellt. Die Patienten, bei denen diese Linse implantiert wurde, zeigten ein gutes Sehen ohne Korrektur nicht nur in der Ferne, sondern auch in dem mittleren (Computer) und nahen (Lesen) Bereich. Die Patienten waren sehr zufrieden mit den postoperativen Ergebnissen. Diese Linse wird bei den Operationen des Grauen Stars sowie Alterssichtigkeit auch in unserer Praxis eingesetzt.

Kataraktchirurgie – Grauer Star-Operationen

Die Kataraktchirurgie ermöglicht mikroinvasive Operationen unter der Benutzung modernster künstlicher Linsen von weltweit führenden Herstellern mit speziellen Oberflächen, Filtern und optischen Geometrien.

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Moderne künstliche Linse

All diese Elemente werden an die Besonderheiten und Wünsche eines jeden Patienten individuell angepasst. Die modernen Schnitttechniken machen Schnitte von maximal 2 Millimeter notwendig, was die Komplikationsrate minimiert und zu guten dauerhaften Ergebnissen führt. Außerdem kommt bei der Operation ein modernes Instrumenten-Set zum Einsatz, welches zu 100% aus Einmal-Instrumenten besteht, um einen möglichst hohen Hygienestandard zu gewährleisten.

Genauso zählt die Verwendung spezieller, multifokaler und torischer Kunstlinsen mit komplexen asphärischen Optiken zur Kataraktchirurgie. So kann man nach der Operation fast komplett auf die Brille verzichten.

Multifokale Kunstlinsen für die Kataraktchirurgie

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Moderne multifokale Linse

Die multifokale Kunstlinse ist eine moderne zeitgemäße Weiterentwicklung der Einstärken-Kunstlinse. Sie ermöglicht ein aktives, freies Leben ohne Brille und ist daher ideal geeignet für Patienten, die sich Unabhängigkeit von Brille und anderen Sehhilfen wünschen.

neu – Trifokale Linse – ein Fortschritt in der modernen Grauer Star-Chirurgie

Im Rahmen einer grauen Star Operation können unterschiedliche Linsen implantiert werden.

Die Besonderheit einer neuen trifokalen Linse im Vergleich zu einer multifokalen Linse besteht darin, dass die Patienten nicht nur die Fähigkeit erlangen in die Ferne gut zu sehen und in der Nähe zu lesen, sondern jetzt auch die Möglichkeit besitzen, ohne Brille am Bildschirm von Computer oder Laptop zu arbeiten und ohne Einschränkung während des Autofahrens die Displays im Auto erkennen können.
Die trifokale Linse hat somit den Vorteil, dass man auch die sog. intermediäre Zone in 60-80cm Distanz (problemlos) ohne Korrektur nutzen kann.

Neuigkeiten in der Grauer Star- und Altersweitsichtigkeit-Chirurgie

Multifokale HKL Tecnis

Multifokale IOL Tecnis

Eine Linse für stufenlos scharfes Sehen wurde im Herbst dieses Jahres von der Firma ABBOTT USA vorgestellt. Diese Linse wird zur Behandlung des Grauen Stars sowie der Alterssichtigkeit eingesetzt.
Bisher verfügbare Multifokallinsen haben zwei (oder drei) Fokuspunkte, die für die Nähe, Ferne und einen Intermedialbereich von ca. 60 cm scharfes Sehen ermöglichen.
In der Tecnis Symfony IOL werden zwei optische Designs erstmals in einer Linse vereint. Eines davon ist das „echelette Design“. Es ermöglicht von Armlänge bis in die ferne stufenlos scharfes Sehen am Tag und am Abend. Das zweite optische Design ermöglicht die genauere Fokussierung der Farben auf die Netzhaut und bewirkt kontrastschärferes Sehen, vor allem bei wenig Licht.

Üblicherweise kann der Patient eine Zeitung ohne Probleme ohne Briille lesen und hat keine Einbüße in der Sehqualität für die Computerarbeit.

 

Monofokal: Multifokal:
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Mit einer monofokalen Technis Linse kann ein scharfes Sehen eines 20-jährigen in der Ferne durch die Augenoperation mit innovativer Technologie erreicht werden: geringere chromatische Aberration und sphärische Aberration auf nahezu Null führen auch bei schlechten Lichtverhältnissen zu schärferem Sehen und zu verbessertem Fahren bei Nacht

Mit einer multifokalen Technis Linse ist das Sehvermögen in allen Entfernungen und bei allen Lichtverhältnissen scharf. Nach dieser Augenoperation, die bei dem grauen Star und Presbyopie durchgeführt werden kann, brauchen 9 von 10 Patienten keine Brille mehr.

Die Tecnis® IOL: Die moderne Lösung für Ihren Grauen Star:

Die moderne monofokale TECNIS Linse wird bei Augenoperationen wie grauen Star und Alterssichtigkeit implantiert. Da diese Linse mittels innovativer Wellenfronttechnologie entwickelt wurde, können die Patienten nach der grauen Star Operation nicht nur „einfach scharf“, sondern so scharf wie mit 20 Jahren sehen. Diese Linse ermöglicht ebenfalls ein verbessertes Sehen bei Autofahrten in der Nacht sowie erhöhte Sicherheit bei verschiedenen Situationen mit schlechten Lichtverhältnissen.

Wie eine Studie, in der das Autofahren bei Nacht simuliert wurde, ermöglicht die TECNIS Linse das Erkennen von Hindernissen schon 14 m früher bei einer Geschwindigkeit von 90km/h im Vergleich zu den anderen Linsen. Für den Autofahrer bedeutet das ca. ½ Sekunde mehr Zeit zu reagieren, was wiederum mehr Sicherheit beim Fahren in der Nacht bringt.

Erkennung eines Hindernisses bei 90 km/h :

Autoin einer Studie, in der das Autofahren bei Nacht simuliert wurde, erlaubte die Tecnis Linse bei einer Geschwindigkeit von 90 km/h das Erkennen von Hindernissen schon 14m früher. Das bedeutet 1/2 Sekunde mehr Zeit zum Reagieren, als bei einem Vergleichprodukt des Wettbewerbs.

*basierend auf einem durchschnittlichen Kataraktpatienten.

 

 

Operative Behandlung des grauen Stars und Hornhautverkrümmung mit der Implantation einer torischen Intraokularlinse

Bei Patienten, die nicht nur einen grauen Star sondern auch eine Hornhautverkrümmung haben, kann eine ambulante Cataract-Operation mit dem Einsetzen einer besonderen Linse durchgeführt werden. Diese Linse ist eine torische Linse und muss immer individuell angepasst werden, aus diesem Grund müssen vor der Operation einige spezielle Untersuchungen durchgeführt werden. Bevor die torische Linse implantiert wird, muss die richtige Stelle (Achse) im Auge markiert werden, damit die Hornhautverkrümmung ausgeglichen werden kann.
Mit einer torischen Inraokularlinse ist es somit möglich in der Ferne ohne Brille scharf zu sehen.

 

Pupillenexpander

Nicht selten treten bei erschwerten Operationen des Grauen Stares, Probleme mit einer engen Pupille während der Behandlung auf. Meistens treten diese Probleme bei männlichen Personen auf, die an einer Prostataerkrankung leiden und dabei das Präparat Tamsulosin benutzen, sowie bei Patienten nach einer Operation des Grünen Stares und bei Patienten mit einigen neurologischen Erkrankungen.

Heute hilft den Ärzten ein neues Implantat „I-Ring“ aus den USA, von der Firma „BVI Visitec“, die Probleme der engen Pupille zu lösen. Das ist der sogenannte Pupillenexpander.

Der Expander wird nur für die Zeit der Operation des Grauen Stares in das Auge eingeführt, und wird vor dem Ende der Operation wieder entfernt. Der Expander besteht aus weichem Poleuritan, welches die Beschädigung der Iris, während der Operation des Grauen Stares vorbeugt.

 

Akkommodation

Das menschliche Auge hat durch die Flexibilität der natürlichen Linse die Möglichkeit sich auf verschiedene Entfernungen einzustellen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Akkommodation. Im Laufe der Jahre reduziert sich diese Flexibilität und somit die Fähigkeit auf nahe Distanzen einzustellen.

Mit herkömmlichen monofokalen Intraokularlinsen war bisher nur die Korrektur des Sehvermögens in einem Entfernungsbereich möglich.

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Akkommodative Intraokularlinse

Die akkommodative Intraokularlinse kopiert die Akkommodation der natürlichen Augenlinse und kann die Brillenabhängigkeit bei vielen Aktivitäten reduzieren oder vermeiden.

Mit der multifokalen Intraokularlinse kann in den meisten Fällen nach der Kataraktoperation auf eine Brille verzichtet werden, da sie wie ein Gleitsichtglas im Auge wirkt und deutliches Sehen im Fern- und Nahbereich zulässt.