Technologien des dritten Jahrtausends (Germania Plus, Nr.116)

Der Ophthalmologe A.Daschevsky benutzt bei der Augenkorrektur die progressivsten Methoden der modernen Medizin.
Es sind erst einige Wochen seit der Eröffnung des neuen Augenzentrums Altstadt München vergangen. Und schon zieht es Patienten mit ihren Fragen an. Viele, besonders Jugendliche, wollen wissen, ob es Augenkorrekturen in einer schonenden Art und Weise gibt. Die Mitglieder der Redaktion, allesamt Brillenträger, hat das auch interessiert.

Zeitung: Hr. Daschevsky, wir hörten von einer neuen Operationsmethode zur Augenkorrektur…

Augenchirurg: Wahrscheinlich handelt es sich dabei um den Femtosekundenlaser. Das ist zurzeit und höchstwahrscheinlich auch in naher Zukunft erstmal die modernste und progressivste Methode, die wir kennen. Der Sinn besteht in Folgendem: Bis Ende des letzten Jahrhunderts war die LASIK-Methode führend. Sie besteht aus zwei Teilen: zunächst schneidet man mit einem Metallhobel die Hornhaut an und verändert anschließend mit einem Excimer-Laser ihre Form. In der FemtoLasik-Methode wird anstelle des mechanischen Mikromessers ein Femtosekundenlaser zur Abtrennung der Hornhautlamelle eingesetzt. Die Energie dieser Strahlung wird, im Gegensatz zu anderen Lasertypen, freigesetzt und wirkt nicht auf der Hornhautoberfläche, sondern auf der vorherbestimmten, nötigen Tiefe. Dabei erreicht man dank einer präzisen, mikromillimetergenauen Fokussierung des Strahls die benötigte Tiefe und Form des Schnittes: Das Augengewebe wird so viel schonender und ordentlicher aufgeschnitten als mit einem Mikromesser.
Der Femtosekundenlaser funktioniert wie ein Scanner: er schreitet von einem Ende der Hornhaut zum anderen fort. Die Laserimpulse erzeugen eine dünne Schicht kleiner Gasblasen in einer bestimmten Tiefe der Hornhaut, so kommt es an dieser Stelle zu einer mikroskopischen Explosion. Diese vielfachen Explosionen erzeugen eine Schnittdichte mit einer Genauigkeit, Klarheit und Qualität wie es keine Analoge dazu gibt. Da die Energiedichte sehr hoch ist, kommt es zu keinen Nebenwirkungen des Lasers in angrenzendem Hornhautgewebe.

1 Femtosekunde = 10-15 Sekunden
Femto (griechisch femton/femten) = fünfzehn
Licht umkreist die Erde in einer Sekunde 7,5 Mal
In einer Femtosekunde erreicht es 1/300 der Tiefe eines Menschenhaares.

Nun, hier gibt es noch viele komplizierte technische Details, aber kurz gesagt: FemtoLasik ist eine reine Laseroperation – ultrakurz in der Zeit, ideal bei der „Zieltreffung“ und absolut genau. Bei ihrer Anwendung liegt die Risikowahrscheinlichkeit bei einem hundertstel Prozentteil, was wesentlich geringer als bei der LASIK-Methode ist. Und in der Regel bleibt es bei einer Operation.
Zeitung: Menschen fürchten sich vor Schmerzen. Das ist meistens die Haupthürde einer Operation. Sogar wenn sie danach nie wieder eine Brille zu tragen brauchen.
Augenchirurg: Natürlich ist jede Operation – eine Operation. Und jeder Eingriff ist in der Regel mit Schmerzen verbunden. Aber nach der Operation mit dem Femtosekundenlaser schmerzen die Augen nicht, man hat nur ein etwas unangenehmes „Sand in den Augen“-Gefühl für etwas zwei bis drei Stunden nach der Operation und am nächsten Tag kann sich der Patient selbst ans Steuer setzen und zur Nachuntersuchung fahren. Die Betäubung erfolgt lokal durch spezielle Augentropfen. Der Patient spürt im Grunde nichts.
So, ich denke, dass für Ihre potenziellen Kunden viele Fragen geklärt sind. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Augenkorrektur!

Das Gespräch führte Frau Inna Sawwateewa.

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