Refraktive Chirurgie

Methoden des Augenlaserns und der Augenstärkenkorrektur

Wenn man sich mit dem Thema Augenlasern befasst, setzt man sich mit Begriffen, wie Lasik und Lasek, FemTo-Lasik und Smile, ICL und TRANS-PRK auseinander… Es gibt nämlich viele Verfahren des Augenlaserns. Die Entwicklung der refraktiven Chirurgie schreitet schnell voran. In diesem Text finden Sie eine kurze Übersicht der Verfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Es ist wichtig zu wissen, dass alle diesen Methoden des Augenlaserns und der Augenstärkenkorrektur im Augenzentrum Dr. Dashevsky auch praktiziert werden. Sie bekommen diese Informationen aus der ersten Hand und können ihre persönliche Situation mit Ihrem Augenarzt gezielt und im Detail besprechen.

Es ist eine Aufgabe des Augenchirurges Ihnen eine optimale Methode für die Augenkorrektur anzubieten. Es ist aber sinnvoll, sich auch selbst ein Bild über die Möglichkeiten und Besonderheiten verschiedener Augenoperationen zu machen. Jede Methode des Augenlaserns hat eigene Risiken und Vor- und Nachteile.

Man kann verschiedene Methoden aus verschiedenen Blickwinkeln klassifizieren. Wir setzen hier die Linie fort, die im Artikel Prinzip des Augenlaserns angefangen wurde.

  • Brillen korrigieren das Sehen, indem optische Linsen vor dem Auge platziert werden.
  • Künstliche Linsen erfüllen die gleiche Aufgabe, jedoch auf der Oberfläche des Auges.
  • Alle Methoden des Augenlaserns korrigieren optische Eigenschaften direkt im Auge.

Wir klassifizieren verschiedene Methoden der Sehstärkenkorrekturen nach den Augenschichten, mit denen sie zu tun haben. Insgesamt hat das optische System „Auge“ die Brechkraft von ca. 60 Dioptrien. Jede Augenschicht hat ein entsprechendes biologisches und individuelles Brechungsbereich.

Gruppe 1: PRK / LASEK / EPI-LASIK / TRANS-PRK – Entfernung/Verdunstung der obersten Schicht der Hornhaut

Bei dieser Gruppe der Augenlaserverfahren wird zuerst das Hornhautepithel des Auges entfernt und danach wird die Hornhautoberfläche mit Hilfe eines Excimer-Lasers an das vorher berechnete optische Optimum angepasst. In der schematischen Darstellung eines TRANS-PRK-Verfahrens des Augenlaserns wird dementsprechend das operierte Auge ohne die Oberschicht der Hornhaut aufgezeigt.

Schematische Darstellung eines TRANS-PRK-Verfahrens des Augenlaserns
  • Bei dem PRK-Verfahren (Photorefraktive Keratektomie) operiert man mit einem Skalpell.

  • Bei dem LASEK-Vefahren (Laser assisted sub-epithelial keratectomy) gibt es zuerst eine Behandlung mit Alkohol und danach wird die ganze Epithelschicht entfernt.

  • Bei dem Epi-LASIK-Verfahren (epitheliale LASIK) entfernt der Augenchirurg das Epithelblatt mit einem Mikrokeratom.

  • Das TRANS-PRK-Verfahren (Transepithelialen photorefraktiven Keratektomie) minimiert das Risiko eines falschen manuellen Schnittes dadurch, dass beide Schritte der Operation mit Hilfe eines Excimer-Lasers durchgeführt werden. Es ist eine modernere und sanftere Methode.

In allen diesen Varianten ändert sich die chirurgische Technik, die Aufgabe ist dabei gleich: zuerst die obere Epithelschicht entfernen, danach die Hornhautverkrümmung korrigieren und anschließend die postoperative Phase einleiten. Die nachfolgende Wiederherstellung der neuen oberen Epithelschicht braucht ihre Zeit. Das ist auch ein den Nachteilen der PRK-Verfahren.

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden diese Methoden der Augenlaserkorrektur bei einer Myopie (Kurzsichtigkeit) bis zu -5 Dioptrien und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit) bis 3 Dioptrien in Betracht gezogen.

Gruppe 2: LASIK / FEMTO-LASIK – Flapchirurgie

LASIK und FEMTO-LASIK wurden entwickelt, um den Eingriff ins Auge zu minimieren und den Heilungsprozess zu verkürzen. Bei beiden LASIK-Verfahren wird die obere Epithelschicht nicht verdunstet, wie es bei dem TRANS-PRK-Verfahren der Fall ist, sondern nur angeschnitten und temporär zur Seite geschoben, um die anschließende Augenlaserkorrektur durch den Excimer-Laser zu ermöglichen. Diese Struktur nennt man Flap und die ganze Methode der Sehstärkeoptimierung wird als Flapchirurgie bezeichnet. In der schematischen Darstellung eines FEMTO-LASIK-Verfahrens des Augenlaserns wird der Flap (oben links) dargestellt. Am Ende der Laserkorrektur wird der Flap zurück an die ursprüngliche Position des Auges gestellt.

Schematische Darstellung eines FEMTO-LASIK-Verfahrens des Augenlaserns
  • LASIK ist ein Kürzel für Laser-in-situ-Keratomileusis. Bei dieser Laseroperation wird der Flap mit einer Mikroklinge (Mikrokeratom) vorbereitet, bevor eine korrigierende Laserbestrahlung (ca. 0,1 mm unter der Hornhautoberfläche) mit Hilfe eines Excimer-Lasers durchgeführt werden kann.

  • FEMTO-LASIK unterscheidet sich von Lasik im Wesentlichen dadurch, dass hier anstatt einer mechanischen Mikroklinge ein Femtosekundenlaser für die Bildung eines Flaps eingesetzt wird. Es ist eine modernere und schonendere Methode, die die Präzision der Augenkorrektur deutlich erhöht.

LASIK und FEMTO-LASIK sind die weitverbreitetsten Methoden des Augenlaserns mit sehr guten Erfolgsstatistiken. Der Genesungsprozess ist dabei sehr kurz, in der Regel kann man schon in 24 Stunden Autofahren und andere normale Aktivitäten des täglichen Lebens ausüben.  Negative postoperative Empfindungen, wie erhöhte Lichtempfindlichkeit oder ein leichtes Kratzen unter dem Augenlid verschwinden normalerweise auch nach 4-5 Stunden nach der Augenoperation. Trockene Augen kann man allerdings bis zu einem Jahr lang empfinden.

Eine Augenoperation dieser Art wird ambulant durchgeführt und dauert ca. 10-15 Minuten bei einer örtlichen Betäubung.

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden diese Methoden der Augenlaserkorrektur bei einer Myopie (Kurzsichtigkeit) bis zu -8 Dioptrien, Astigmatismus (Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit) bis zu 4 Dioptrien und Hyperopie (Weitsichtigkeit) bis zu +3 dpt  in Betracht gezogen.

Zu allgemeinen Einsatzbeschränkungen gehört die Regel, dass LASIK/FEMTO-LASIK-Verfahren nicht bei Kampfsportlern und SEK-Beamten eingesetzt werden sollen.

Gruppe 3: RELEX / FLEX / SMILE – Ausschnitt eines Lentikels

Bei RELEX / FLEX / SMILE – Verfahren geht man anders vor. Man lässt die obere Epithelschicht (fast) ohne einen Schnitt. Die Augenlaserkorrektur erfolgt dadurch, dass mit Hilfe eines modernen Femtosekundenlasers im inneren der Hornhaut eine vorher berechnete dünne Scheibe ausgeschnitten wird. Diese Lentikel saugt man anschließend ab. Die Hornhautverkrümmung ändert sich und damit kann das Licht wieder gut auf der Netzhaut fokussiert werden.

Schematische Darstellung eines RELEX/FLEX/SMILE -Verfahrens des Augenlaserns

Die RELEX / FLEX / SMILE – Verfahren sind sehr schonend. Die Augenoperation verläuft ambulant und dauert nur wenige Minuten. Eine Regeneration des Auges erfolgt in der Regel nach nur wenigen 1-3 Tagen. Das Risiko trockene Augen zu bekommen ist minimal.

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden diese Methoden der Augenlaserkorrektur bei einer Myopie (Kurzsichtigkeit) von -3 bis zu -8 Dioptrien und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit) bis zu 5 Dioptrien in Betracht gezogen.

Gruppe 4: ICL /IPCL – Implantation einer Kunstlinse

ICL und IPCL bieten eine alternative zum Augenlasern.

  • ICL ist ein Kürzel für eine implantierbare Kontaktlinse (Implantable Collamer Lens).

  • IPCL steht für implantierbare multifokale Kontaktlinse (Presbyopic Implantable Phakic Contact Lens).
Schematische Darstellung eines ICL/IPCL-Verfahrens der Augenstärkekorrektur

Bei ICL/IPCL-Verfahren wird eine künstliche Kontaktlinse ins Auge implantiert. Aus der schematischen Darstellung eines ICL/IPCL-Verfahrens der Augenstärkekorrektur ist ersichtlich, dass diese sehr dünne High Tech Linse unter der Hornhaut zwischen der Regenbogenhaut und der natürlichen eigenen Augenlinse platziert wird. Der Eingriff ist somit tiefer als beim Augenlasern. Auf der anderen Seite bleibt die Hornhaut unverändert. Die Augenoperation ist bei ICL/IPCL sogar reversibel. Man kann später beim Bedarf die implantierten Kunstlinsen wechseln.

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden diese Methoden der Sehstärkekorrektur bei einer Myopie (Kurzsichtigkeit) ab -3 Dioptrien, Astigmatismus (Hornhautverkrümmung oder Stabsichtigkeit) bis zu 7 Dioptrien und bei Hyperopie ab +2 dpt in Betracht gezogen.

ICL/IPCL sind besonders dann interessant, wenn die Sehschwäche besonders hochgradig ist. Es bietet sich bei vielen Altersschwächeerscheinungen mit gleichzeitiger Myopie und Hyperopie an.

Gruppe 5: RLA / RLE / CLE – Ersatz für die natürliche Augenlinse

Als RLA bezeichnet man den Refraktiven Linsen-Austausch. Es ist eine Augenoperation, bei der die natürliche Augenlinse entfernt und eine künstliche Linse an ihrer Stelle implantiert wird. RLE bedeutet Refractive Lens Exchange. Es ist das gleiche, wie RLA nur auf Englisch. Wie auch der Kürzel CLE für clear lens extraction.

Schematische Darstellung eines RLA/RLE/CLE -Verfahrens der Augenstärkekorrektur
  • Bei ICL/IPCL-Verfahren wird eine künstliche Kontaktlinse direkt über die natürliche Augenlinse platziert.

  • Bei einem RLA/RLE/CLE-Verfahren macht man einen weiteren Schritt und ersetzt die natürliche Linse selbst.

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden diese Methoden der Sehstärkekorrektur bei hoher Myopie (Kurzsichtigkeit) ab -6 Dioptrien und bei hoher Hyperopie ab +4 dpt in Betracht gezogen.

Übersichtstabelle der Anwendung verschiedener Verfahren des Augenlaserns für Ametropie- und Astigmatismuskorrekturen

Im Augenzentrum Dr. Dashevsky werden verschiedene Methoden der AMETROPIE-KORREKTUR in diesen Rahmen angewendet.

ASTIGMATISMUS-KORREKTUR im Augenzentrum Dr. Dashevsky
Übersichtstabelle der Augenstärkekorrekturverfahren für die Astigmatismuskorrektur

Wir veröffentlichen hier eine Übersicht von dem, welche Methoden des Augenlaserns und Augenkorrekturen bei entsprechenden Sehstärkeschwächen zulässig sind. Diese Daten basieren auf der langjährigen Erfahrung von Dr. Dashevsky.

Diese Informationen können als erste Orientierung dienen, um herauszufinden, welche Augenlasermethode für Sie in Frage kommt.

Es gibt in der Medizin fast nie eine einzige mögliche Lösung. Alle Augenstärkekorrekturverfahren haben zahlreiche Vor- und Nachteile. Die Kunst des Augenchirurges besteht darin, individuelle Parameter von medizinischen Randbedingungen bis zu persönlichen Lebensgewohnheiten und Arbeitsbedingungen zu berücksichtigen und eine optimale Lösung anzubieten.

Es ist deswegen bei der Wahl Ihres Augenchirurges sehr wichtig auch zu prüfen, ob das Spektrum der angebotenen Verfahren des Augenlaserns breit genug aufgestellt ist. Wenn das Augenzentrum alle modernen Verfahren einsetzt, dann kann man auch alle Möglichkeiten prüfen.